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Wie soll sich da was entwickeln

Motivations- & Persönlichkeitsentwicklungs-Kurse

Kurse für Motivation und Persönlichkeitsentwicklung schießen wie Pilze aus dem Boden. Was ich dir im Umgang damit rate …

23. Oktober 2017

Shownotes

Was ich von Motivationskursen & Persönlichkeitsentwicklungskursen halte.

2 Kommentare
  1. Markus Käkenmeister
    Markus Käkenmeister sagte:

    So pessimistisch wäre ich hinsichtlich der Wirksamkeit von Motivationsprogrammen gar nicht.

    Gerade, was die intrinsische Motivation angeht, die der Mensch aus sich heraus entwickelt, sind die Verbindungen zu Zielsetzung und Zielbindung wichtig. D.h. man zeigt den Leuten Ziele auf. Das müssen nicht nur vordergründig monetäre Ziele sein („Herbalife“), sondern kann auch den Wunsch bedienen, zu einer Gruppe zu gehören, so dass mit dem sozialen Trigger gespielt wird („Thermomix“).

    Es sind noch viele weitere Motivatoren denkbar. Eindringlich erlebt man das, wenn man an „Einpeitschprogrammen“ von Strukturvertriebsorganisationen teilnimmt. Grundsätzlich kann man das auch medial vermitteln. Siehe: Barbara Beckers Sport Videos oder die extrem vielen Fitness-Motivationsvideos auf Youtube. Wenn du in so ein Studio gehst, läuft die Zielgruppe da exakt so herum wie die Role Models in den Videos. Anderes Beispiel: Die Pick Up Artists. Insbesondere Männer zahlen Unsummen dafür, sich dazu motivieren zu lassen, soziale Ängste zu überwinden und Frauen zwecks Anbahnung einer kurzfristigen oder langfristigen Beziehung anzusprechen. Das ist medial vermittelte Motivation, auch wenn der Impact wahrscheinlich noch größer ist, wenn man an Echtleben-Events teilnimmt.

    Dieses Feld der Psychologie ist sehr gut erforscht. Es gibt viele Modelle und im wesentlichen gegenseitige, auch empirische Bestätigungen der Ansätze. Es funktioniert. Sehr, sehr interessant, da zusammenfassend und erhellend ist dieser Artikel von Stangl: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MOTIVATION/MotivationModelle.shtml

    Eine schöne mediale Persiflage auf Motivations- und persönlichkeitsbildende Programme lieferte übrigens Will To Power, Adventures In Success… (muss in den 80ern oder 90ern gewesen sein): https://www.youtube.com/watch?v=j5BLHeOdvYI

    Ähnlich würde ich in Sachen „Persönlichkeitsentwicklung“ argumentieren. Hier muss man glaube ich mit dem Begriff „Persönlichkeit“ aufpassen. Ich halte es zwar für schwierig, aus einem introvertierten Menschen einen „Extravert“ machen zu können. Doch auch in diesem Feld gibt es Ansatzpunkte.

    Einer der meistbedienten Ansatzpunkte ist die Selbstwirksamkeitserwartung. Bedient werden in entsprechenden Programmen grundsätzliche Motive eines Menschen, und da gibt es einige. Ich würde hier mal den Wunsch nach Konsistenz nennen (vgl. http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/konsistenztheorien/8084).

    Nun ist es bei entsprechenden medialen Angeboten so: Es gibt ganz wenige gute, sehr viele durchschnittliche und wenige ganz schlechte. Normalverteilung halt.

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  2. Marco
    Marco sagte:

    Hey Marco :-)

    Puhhh, schwieriges Thema. Was du vielleicht etwas außer Acht gelassen hast ist die Tatsache, dass allein der Kauf eines solcher Produkte schon einen Anstoß für den Käufer hat und ihn motiviert. Da er ja Geld ausgegeben hat ;-) Das bedeutet, es tut schon ein wenig weh und man ist vielleicht mehr hinter dem Thema und einer Entwicklung hinterher als wenn man sich „einfach so“ entschließt mehr Motivation zu entwickeln.

    Im „Longterm“ ist es aber absolut richtig: diese Produkte verändern keine Menschen von Grund auf.

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